Reichsgründung / Föderalismus / Bündnisse - Einsichten und Perspektiven Themenheft 2/2005
Die Geschichten, die hier erzählt werden, spielen wesentlich in den 13 Jahren zwischen 1866 und 1879, zwischen dem letzten innerdeutschen Krieg, durch dessen Ergebnis die Weichen für die so genannte kleindeutsche Einigung gestellt wurden, und der 1879 geschlossenen Allianz zwischen dem neuen Deutschen Reich und Österreich-Ungarn. Es geht hier um Konflikte und Kooperationen, um Ausgrenzung und Integration, um, in der Begrifflichkeit der politischen Wissenschaft, "Akteure" in vielfachen Kombinationen. Und ein wenig soll Geschichte hier auch "süffig" werden: Diese Geschichten haben mit Menschen, deren Eigenheiten und Schwächen, deren Sozialisationen und den kulturellen Verwurzelungen ihrer Familien zu tun. Wahrscheinlich geht uns viel verloren, wenn wir die Bühnen, auf denen die Akteure der Vergangenheit handelten, nicht mehr ausleuchten.
Inhalt:
Vorbemerkung
1866: Eine neue Lage für Bayern
Zollverein und Zollparlament
Bündnis Bayerns mit Preußen
Ein neuer Regierungschef in München
Reformpolitik und neue Patriotenpartei in Bayern
Kriegsausbruch im Juli 1870
Wie positioniert sich Österreich?
Theodor Fontane und die Bayern im Deutsch-Französischen Krieg
Nancy als Chiffre für europäische Verwicklungen
Föderaler Beginn des Kaiserreiches
Bedrohungen des Föderalismus
Stärkung von Landesidentitäten
Bayerns Kampf um Bahn und Post
Topografische Chiffre für Integration: Bad Kissingen
Startbedingungen für die Außenpolitik
Dauerhafter Antagonismus mit Frankreich
"Krieg-in-Sicht-Krise" 1875
Krieg auf dem Balkan
Optionsfrage und Kissinger Diktat
Entscheidung für Österreich-Ungarn
Resümee
Dokumente zum Themenheft
Anbieter: Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
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